✨ Mein Weg zur Autorin – ohne Studium, aber mit Herz und Fantasie
Ich habe nie davon geträumt, Autorin zu werden. Es stand nicht auf irgendeiner Liste von Lebenszielen. Und doch bin ich hier – mit eigenen Büchern, liebevoll gezeichneten Figuren und Geschichten, die aus meinem Innersten kommen.
Vielleicht ist es genau das, was ich heute so sehr an diesem Weg liebe: dass er nicht geradlinig war. Sondern überraschend. Und genau richtig für mich.
Schreiben – eine alte Liebe
Schon als Kind habe ich geschrieben. In kleine Tagebücher, auf Zettel, in Schulhefte. Nicht, um etwas zu teilen – sondern um es zu verstehen.
Ich war nie die Schnellste. Aber ich war genau. Manchmal habe ich Schulthemen zu Hause nochmal abgeschrieben – nicht nur wegen der Ordnung (kleiner Ordnungsfreak in mir 😉), sondern weil es mir half, den Inhalt zu begreifen. Schreiben war für mich immer ein innerer Lernprozess.
Erst kamen die Bilder. Dann die Worte.
Was sich viel früher zeigte, war meine Liebe zum Zeichnen. Zur Fantasie. Zu dem, was zwischen den Zeilen liegt.
2020 teilte ich erstmals meine Sketchnotes auf Instagram – inspiriert von Simone Abelmann, die mir Mut machte, mich zu zeigen.
Und da war er: ToRe – mein kleiner Held mit mit der roten Hose und dem Darmsymbol auf dem Bauch. Er entstand 2019 für den Verein Rote Hose Darmkrebsvorsorge e.V., bei dem ich mich seit 2018 engagiere. Ich bin keine Betroffene, aber das Thema Vorsorge liegt mir am Herzen. Weil ich finde, dass wir alle mutiger mit unserem Körper umgehen sollten – und mit schwierigen Themen.
ToRe war der Anfang.
Und er blieb nicht lange allein.

Die Geburt des rosa Hasentiers
Seit 2021 begleitet mich das rosa Hasentier – meine eigenwillige, fröhliche, neugierige Lieblingsfigur. Es entstand aus dem Wunsch heraus, eine Figur zu schaffen, die unabhängig von konkreten Themen ist. Eine, die einfach sie selbst ist: offen, witzig, mutig, manchmal etwas naiv, aber immer mit dem Herzen dabei. Vielleicht ein bisschen wie ich selbst.
Vielleicht ist sie sogar ein bisschen wie ich.

Die Sketch Your Book-Woche – der Start meiner Autorinnenreise
Im April 2024 stieß ich auf eine Einladung zur Sketch Your Book-Woche – einer kostenlosen Schnupperwoche von Simone Abelmann. Die Idee: Finde dein Buchprojekt. Ganz egal ob Ratgeber, Malbuch, Kinderbuch, Roman oder sogar ein Schnorcheltagebuch. Es gab keine Vorgaben, nur Raum für Kreativität.
Und ich wusste sofort: ToRe bekommt sein Buch!
Ein Kinderbuch über Darmkrebsvorsorge – humorvoll, sensibel und visuell erzählt. Als Co-Held: das rosa Hasentier. Beide vereint als liebevolle Figuren mit einer klaren Botschaft.
Am Ende der Woche reichte ich mein Exposé ein – ohne große Erwartungen. Und dann geschah das Unerwartete: Ich gewann den ersten Platz.
Aus über 150 Einsendungen wurde mein Projekt ausgewählt. Mein Preis: eine Jahresmitgliedschaft im Sketch Your Book-Kurs, der im Mai 2024 startete.

Einfach machen – nicht zerdenken
Ich bin jemand, der gerne alles durchdenkt. Der Dinge richtig machen möchte. Und vielleicht gerade deshalb war diese Community, dieses „Einfach mal loslegen!“, so heilsam für mich.
Natürlich war da auch viel Zweifel. Ich hatte keinen Plan vom Buchmarkt, keine Erfahrung im Schreiben von Kinderbüchern. Aber ich hatte ein Thema, das mir am Herzen lag. Und ich hatte Figuren, die lebendig waren.
Im Kurs lernte ich: Du brauchst kein perfektes Konzept. Du brauchst Mut zum Tun. Und eine Community, die dich trägt.
Es war kein einfacher Weg, aber ein schöner. Mit Höhen, Tiefen, neuen Erkenntnissen – und vor allem mit dem Gefühl, endlich etwas umzusetzen, das schon lange in mir schlummerte.
Meine Bücher sind keine Ratgeber. Ich bin keine Therapeutin, keine studierte Autorin, keine Pädagogin. Ich bin eine Erzählerin mit Herz. Und das darf reichen.
Denn jedes Buch, das ich schreibe, ist ein Teil von mir. Auch wenn ich keine persönlichen Geschichten erzähle, fließt doch mein Denken, mein Fühlen, meine Lebenserfahrung in jede Zeile. Meine Bücher sind Brücken: zu Kindern, zu Eltern, zu schwierigen Themen. Und zu mir selbst.
Mein erstes Buch – und der große Schritt in die Öffentlichkeit
Im August 2024 war es dann soweit:
„Mutig gegen Darmkrebs – ToRe und das rosa Hasentier klären auf“ erschien über KDP.
Ein Kinderbuch, das aufklärt, ohne Angst zu machen. Das Bilder spricht, wo Worte fehlen. Und das einen Weg zeigt, wie man mit Kindern über schwierige Themen sprechen kann.
Der Schritt an die Öffentlichkeit war groß. Denn meine Bücher sind nicht einfach Bücher – sie sind auch ein Teil von mir. Auch wenn ich darin nicht direkt aus meinem Leben erzähle, sind meine Gedanken, Gefühle und Fantasien darin verwoben.
Schreiben ist für mich ein Kommunikationsmittel – kein Regelwerk
Ich schreibe keine klassischen Ratgeber. Ich schreibe Bücher, die berühren dürfen. Die Dinge sichtbar machen, die oft im Verborgenen liegen.
Es geht nicht darum, alles grammatikalisch perfekt zu machen. Es geht darum, dass das Herz mit auf dem Papier liegt. Und dass die Figuren sprechen dürfen – in ihrer eigenen Sprache.
Bücher dürfen auch leise beginnen
Heute weiß ich: Man muss nicht studiert haben, um Bücher zu schreiben. Man muss nicht perfekt sein, nicht prominent, nicht „jemand“.
Was man braucht, ist ein Thema, das im Herzen brennt. Und die Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen.
Es war nicht leicht, mein erstes Buch zu veröffentlichen. Es hat Mut gekostet – und viele Gespräche mit mir selbst. Aber ich bereue keinen einzigen Schritt. Im Gegenteil: Ich bin froh, dass ich es einfach gewagt habe.
Und du?
Wenn du auch etwas in dir trägst – ein Gefühl, eine Idee, eine Figur, ein Wunsch – dann nimm das ernst. Vielleicht ist genau das dein erstes Buch. Vielleicht schreibst du es nur für dich. Vielleicht wird es gelesen. Vielleicht verändert es etwas.
Schreiben ist nicht für „die anderen“. Schreiben ist für uns alle, die etwas zu sagen haben.
Und wenn du dein Herz mitschreiben lässt, ist es immer richtig.

